Nach dem schwungvollen Beginn mit dem Liedsatz „Tut mir auf die schöne Pforte“ wandte sich der Vorsitzende des Fördervereins der Marienkirche an das anwesende Publikum. Er gab ein paar Informationen zur Historie der Kirche und besonders zu ihrem Juwel: eine Silbermann-Orgel. In der Mitte des Programms erklang die Orgel dann auch zur Freude aller Konzertbesucher mit dem Präludium in G-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy.
Die neue Leiterin des Zentralchores Sachsen/Thüringen der Neuapostolischen Kirche – Roswitha Dominic – führte selbst durchs Programm, was den Ablauf nicht nur kurzweilig, sondern auch interessant werden ließ. Durch diese und jene Information zum Vortragsstück hatte man schnell Zugang und verinnerlichte die Musik noch viel intensiver. Hinzu kam die einerseits sehr klangvolle – aber wo notwendig, auch intime, fein abgestimmte – Interpretation der Chorsätze. Eine saubere Intonation – gerade auch bei den schweren Motetten (Mendelssohn, Brahms) – ließ erahnen, mit welcher Intensität und Genauigkeit sich das Ensemble auf dieses Konzert vorbereitet hatte.
So wurde der Nachmittag in Rötha zum Hochgenuss „professioneller“ Chormusik – das Wort professionell deswegen in Anführungszeichen, weil der Chor ein reiner Laienchor ist! 1980 als bescheidener Jugendchor gegründet, entwickelte er sich über die Jahre immer weiter und wurde durch seine Dirigentin auch in diesem Konzert wieder auf ein hohes Niveau geführt.
Den Abschluss des Programms bildete der Kanon „Bleibe bei uns, o Herr, wenn es Abend wird“, den der Chor gemeinsam mit den Zuhörern sang. Eine sehr schöne Idee, die den Abschluss für alle noch einmal zu einem besonderen Erlebnis werden ließ.
Das Konzertpublikum bedankte sich mit lang anhaltendem Beifall, für den sich der Chor wiederum mit einer Zugabe bedankte.
Neuapostolische Kirche